Klimaanlagen

Klimaanlage im Dachgeschoss nachrüsten

Unter dem Dach steigen die Temperaturen im Juli auf 32°C bis 36°C, auch nachts fällt der Wert selten unter 26°C.

Eine Split Anlage bringt den Raum in 20 Minuten auf 24°C und hält den Wert konstant. Der Einbau dauert rund 4 Stunden je Innengerät.

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Warum sich unter den Ziegeln die Hitze staut

Dunkle Dachziegel erreichen bei direkter Sonne eine Oberflächentemperatur von 65 bis 70 Grad. Die Wärme wandert durch Lattung und Dämmung nach innen, die Raumluft im Dachgeschoss steigt dadurch im Juli auf 38 bis 45 Grad, wenn die Dämmung aus der Zeit vor 1995 stammt.

Weil Ziegel und Sparren die Wärme speichern, gibt das Dach sie bis weit nach Mitternacht wieder ab. Messungen in Dachwohnungen zeigen nachts selten Werte unter 26 Grad, im Schlafbereich liegt die Temperatur damit dauerhaft über den 18 bis 21 Grad, die für erholsamen Schlaf empfohlen werden.

Lüften hilft nur in den frühen Morgenstunden, danach trägt jede offene Dachluke zusätzliche Wärme ein. Eine Split Anlage arbeitet gegen diese Speicherwärme an und hält die Raumtemperatur konstant bei 24 Grad, auch wenn die Ziegel weiter nachheizen.

Kühllast im Dachgeschoss richtig rechnen

Im Normalgeschoss genügen 60 bis 80 Watt je Quadratmeter. Unter dem Dach sind 100 bis 120 Watt je Quadratmeter nötig, weil Dachfläche, Fenster und Speicherwärme zusammenkommen. Auslegung nach DIN EN 12831 und VDI 2078.

RaumflächeKühllast im NormalgeschossKühllast im DachgeschossPassende Geräteleistung
15 m²1,05 kW1,65 kW2,0 kW, Climate 3000i
25 m²1,75 kW2,75 kW3,5 kW, Climate 5000i
35 m²2,45 kW3,85 kW5,0 kW, Class 8000i
50 m² offene Fläche3,50 kW5,50 kWDuo Split 2 mal 3,5 kW

Wandgerät oder Truhengerät unter der Schräge

Beide Varianten montieren wir in rund 4 Stunden, die Wahl hängt von Kniestockhöhe und freier Wandfläche ab.

Wandgerät an der Giebelwand

Die Standardlösung, wenn an der Giebelseite mindestens 2,3 Meter freie Wandhöhe zur Verfügung stehen. Die Luft wird quer durch den Raum geführt.

  • Kurzer Leitungsweg zum Außengerät, meist unter 5 Meter
  • Silent Mode ab 19 dB(A)
  • Kein Aufpreis gegenüber dem Standardpaket

Truhengerät unter der Dachschräge

Für Räume mit niedrigem Kniestock ab 90 Zentimeter. Das Gerät steht am Boden und bläst nach oben in die Schräge, dadurch bleibt die Sitzhöhe zugfrei.

  • Einbauhöhe 60 Zentimeter, Tiefe 22 Zentimeter
  • Wärmere Ausblastemperatur im Heizbetrieb, gut für den Winter
  • Aufpreis rund 320 € gegenüber dem Wandgerät

Was gegen das Wandgerät spricht

Bei Gauben und durchgehender Schräge fehlt oft die Montagefläche. Der Mindestabstand von 15 Zentimeter zur Decke lässt sich dann nicht einhalten.

  • Winkeladapter nötig
  • Luftstrom trifft sonst direkt auf die Schräge

Was gegen das Truhengerät spricht

Es belegt Stellfläche am Boden und braucht 50 Zentimeter freien Raum davor. In kleinen Schlafzimmern unter 14 Quadratmeter ist das Wandgerät praktischer.

  • Kondensatablauf am Boden
  • Etwas höhere Anschaffungskosten

Die vier Montagewege unter dem Dach

Außengerät auf dem Flachdach

Auf Gummifüßen und Rahmen, ohne Dachdurchdringung. Der leiseste Weg für die Nachbarn.

  • 46 dB(A) in 1 Meter Abstand
  • Leitungsweg meist unter 5 Meter

Wandkonsole an der Giebelwand

Standardlösung im Reihenhaus, schwingungsentkoppelt montiert.

Innengerät an der Schräge

Montage an der Kniestockwand oder direkt an der Schräge mit Winkeladapter.

  • Mindestabstand 15 cm zur Decke

Kondensat ohne Gefälle

Wenn kein Gefälle möglich ist, kommt eine Kondensatpumpe mit 22 dB(A) zum Einsatz.

Leistung nach Raumgröße unter dem Dach

FlächeKühlleistungEmpfohlene SeriePreis mit Montage
bis 20 m²2,0 kWClimate 3000i2.400 € bis 3.100 €
20 bis 30 m²2,6 kWClimate 5000i2.900 € bis 3.700 €
30 bis 45 m²3,5 kWClimate 5000i3.300 € bis 4.200 €
45 bis 60 m²5,0 kWClass 8000i3.900 € bis 5.100 €

Häufige Fragen zu diesem Thema

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