Dunkle Dachziegel erreichen bei direkter Sonne eine Oberflächentemperatur von 65 bis 70 Grad. Die Wärme wandert durch Lattung und Dämmung nach innen, die Raumluft im Dachgeschoss steigt dadurch im Juli auf 38 bis 45 Grad, wenn die Dämmung aus der Zeit vor 1995 stammt.
Weil Ziegel und Sparren die Wärme speichern, gibt das Dach sie bis weit nach Mitternacht wieder ab. Messungen in Dachwohnungen zeigen nachts selten Werte unter 26 Grad, im Schlafbereich liegt die Temperatur damit dauerhaft über den 18 bis 21 Grad, die für erholsamen Schlaf empfohlen werden.
Lüften hilft nur in den frühen Morgenstunden, danach trägt jede offene Dachluke zusätzliche Wärme ein. Eine Split Anlage arbeitet gegen diese Speicherwärme an und hält die Raumtemperatur konstant bei 24 Grad, auch wenn die Ziegel weiter nachheizen.